Mit der neuen Verstärkerreihe XPA bringt INDUSTRONIC nicht nur eine technologische Weiterentwicklung auf den Markt, sondern eine Lösung, die aus der Praxis heraus gedacht und für die Anforderungen von morgen entwickelt wurde. Hohe Leistungsdichte, intelligente Überwachung und maximale Ausfallsicherheit treffen hier auf ein kompaktes, durchdachtes Design.
Hinter dieser Entwicklung stehen die Ingenieure Robert Persch und Mathias Amend. Im Interview geben sie persönliche Einblicke in die Entstehung der XPA, sprechen über technische Herausforderungen, wichtige Entscheidungen im Entwicklungsprozess und die Momente, die das Projekt besonders geprägt haben:
Wie lässt sich die XPA in einem Satz beschreiben? Was macht diese Verstärkerreihe besonders?
Die XPA ist ein intelligenter Hochleistungsverstärker für das INTRON-X System, der eine hohe Leistungsdichte mit umfassender Überwachung und integrierten Redundanzmöglichkeiten kombiniert.
Worin unterscheidet sich die XPA sowohl von handelsüblichen PA-Verstärkern als auch von Vorgängermodellen und welche konkreten Verbesserungen standen im Fokus?
Im Vergleich zu handelsüblichen Verstärkern bietet die XPA umfangreiche Überwachungsfunktionen und eine Schnittstelle, die optimal auf das INTRON-X System abgestimmt ist.
Gegenüber den Vorgängermodellen konnten wir vor allem die Leistungsdichte deutlich erhöhen. Gleichzeitig haben wir das Havarieverhältnis auf 1:10 verbessert. Die Reduzierung von Systemkosten war ebenfalls eine essentielle Anforderung.
Welche technischen Anforderungen oder Herausforderungen haben die Entwicklung besonders geprägt – etwa im Hinblick auf Leistungsdichte, thermisches Design oder Dauerbelastbarkeit?
Eine besondere Herausforderung war die Platzierung der einzelnen Komponenten im Gehäuse sowie das mechanische Design des Gehäuses selbst. Gerade bei Dauerlast ist es wichtig, das innere Design so zu gestalten, dass kein Wärmestau entsteht und die Wärme zuverlässig abgeführt werden kann.
Parallel dazu wollten wir eine hohe Leistungsdichte in einer sehr kompakten Bauform mit geringer Einbautiefe erreichen.
Auch das Thema Redundanz hat eine wichtige Rolle gespielt. Unser Ziel war es, mit einem einzigen Gerät sowohl eine geräteinterne Redundanzoption zu realisieren als auch den Einsatz eines separaten Havarieverstärkers zu ermöglichen.
Für welche industriellen Anwendungen und Märkte ist die XPA besonders geeignet – und wie unterstützen Konzepte wie Redundanz oder kompakte Bauweise den zuverlässigen Einsatz in verschiedenen Projekten?
Die XPA wurde für ein breites Spektrum an industriellen Anwendungen entwickelt. Es gibt sie in zwei Ausführungen mit 1600 W und 800 W. Durch die flexible Erweiterung mit dem Zonenselektor XPAZ auf bis zu 64 Zonen können sowohl kleinteilige Bereiche als auch große Flächen beschallt werden.
Um eine hohe Systemverfügbarkeit zu gewährleisten, unterstützt die XPA die folgenden Redundanzfunktionen:
- Geräteredundanz
- Audiosynchronisation (A+B System)
- Stromversorgungsredundanz
- Controllerredundanz
- Netzwerkredundanz
Darüber hinaus verfügt der Verstärker über umfangreiche Selbstüberwachungsfunktionen. Auch die angeschlossenen Lautsprecherkreise können überwacht werden und lassen sich sowohl als Loop oder auch als Line ausführen.
Durch die kompakte Bauweise eignet sich die XPA außerdem gut für Modernisierungen oder Upgrades, bei denen häufig nur begrenzter Installationsplatz zur Verfügung steht.
Welche Entscheidungen wurden bei der Entwicklung getroffen, um eine langfristige Nutzung und Investitionssicherheit zu gewährleisten?
Ein wichtiges Ziel bei der Entwicklung war es, die XPA so zu gestalten, dass sie alle INDUSTRONIC Systeme mit IP-Anschluss unterstützt. Dadurch kann der Verstärker sowohl in bestehenden als auch in zukünftigen Systemgenerationen eingesetzt werden.
Das schafft Investitionssicherheit und vereinfacht Upgrades, ohne dass bestehende Systeme komplett ersetzt werden müssen.
Was macht euch persönlich an der XPA-Entwicklung besonders stolz – oder welcher Moment im Projekt ist euch besonders in Erinnerung geblieben?
Ein besonderer Moment war die Inbetriebnahme des ersten funktionsfähigen Prototyps. Auf diesen Punkt arbeitet das Team über einen langen Zeitraum hin.
Am Ende das fertige Produkt in den Händen zu halten und zu sehen, dass die eigenen Entwicklungsziele erreicht wurden, macht uns natürlich besonders stolz.
Mit diesem Interview endet unser Einblick in die Entwicklung der XPA. Vielen Dank an Robert Persch und Mathias Amend für die spannenden Perspektiven und persönlichen Eindrücke.
Wenn Sie sich dafür interessieren, was die XPA leisten kann, kommen wir gerne mit Ihnen ins Gespräch. Weitere Details finden Sie auch auf unserer Webseite.